Nach drei Niederlagen in Folge und einem Dreier, bei dem man nicht antreten musste, sollte gegen die Dritte von Blankenese endlich mal wieder ein richtiger Sieg für die Erste des FC Eimsbüttel her. Schließlich wollte das Team des neuen Trainers Turgut Ceylan den Anschluss an die obere Tabellenregion nicht verlieren.

Das Spiel ging recht ordentlich los und in der neunten Minute bekam der FC Eimsbüttel einen Elfmeter zugesprochen, nachdem der gegnerische Torhüter Mittelstürmer und Geburtstagskind Noah Freyer im Strafraum von den Beinen geholt hatte. Der Gefoulte trat selbst an und brachte den FCE mit 1:0 in Führung. Es sollte nicht das letzte Tor unserer Nr. 10 sein. Nach der Führung verlor der FCE ein wenig die Kontrolle im Mittelfeld und kam nicht mehr richtig in die Zweikämpfe. Die Folge war der Ausgleichstreffer zum 1:1 durch Hossein Ahmadi, der nach einem langen Pass einnetzte. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause.

30-Meter-Schuss als Weckruf

In Geberlaune: An seinem Geburtstag schenkte Noah Freyer dem Gegner aus Blankenese ordentlich ein. (Archivfoto)

In Geberlaune: An seinem Geburtstag schenkte Noah Freyer dem Gegner aus Blankenese ordentlich ein. (Archivfoto)

Nach dem Seitenwechsel traten die Eimsbütteler deutlich präsenter im Mittelfeld auf und konnten den Gegner frühzeitig unter Druck setzen. Doch die Führung sollte vorerst an die Mannschaft von Blankenese gehen. Marvin Zabel konnte durch einen sehenswerten Weitschuss ins obere linke Eck seine Mannschaft mit 2:1 in Front bringen. Der FCE wirkte nach dem Gegentor etwas geschockt und verlor die Ordnung im Mittelfeld, also musste eine Standardsituation helfen: Noah Freyer setzte einen Freistoß aus 30 Metern unter die Latte und besorgte damit in der 67. Minute den Ausgleich – ein Weckruf für die gesamte Mannschaft. Nur drei Minuten später konnte Zakariat Yahya nach einem Durcheinander im Strafraum von Blankenese zum 3:2 einnetzen – sein viertes Saisontor in seinem vierten Saisonspiel für den FCE. In der 78. Minute machte Noah Freyer seinen Hattrick perfekt. Die Hintermannschaft von Blankenese war bei einem Einwurf nicht richtig aufmerksam, was die Offensive des FCE eiskalt ausnutze. Das 4:2 sollte auch gleichzeitig der Endstand sein, da die gegnerische Mannschaft im Anschluss keine Mittel mehr fand, noch einmal wirklich gefährlich vor das Tor von Stefan Hohmann zu kommen.

Fazit: Spielerisch gibt es viel Luft nach oben, aber am Ende zählen nur die drei Punkte.

Leif Lorenzen