Ein perfekter Tag zum Start in die neue Saison der ersten Mannschaft des FC Eimsbüttel: 24 Grad, Rasenplatz und zwölf Jungs, die drei Punkte vom SV Osdorfer Born I mit nach Hause bringen wollten.

Osdorf versuchte von Beginn an mit langen Bällen die Abwehr des FC Eimsbüttel zu knacken. Der FCE schaffte es aber, die doch sehr unkreativen Angriffe zu stoppen, selbst mit der Zeit ein ruhiges Aufbauspiel zu fabrizieren und hinten sicher zu stehen. Besonders der hohe Rasen hatte den Gästen zunächst einige Schwierigkeiten im Passspiel bereitet, da der Ball deutlich langsamer über den Platz rollte als zu Hause in der Hagenbeckstraße.

Die erste kleinere Chance für Eimsbüttel hatte Innenverteidiger Leif Lorenzen nach einer kurzen Ecke von Frederic Budniok, doch der Ball flog knapp am Fuß vorbei. Auch Osdorfer Born kam nach einer Standardsituation zu seiner ersten richtigen Chance, doch der Stürmer vergab alleinstehend vor dem FCE-Tor per Kopf.

In der 28. Minute wurden die Eimsbütteler mit dem ersten Treffer des Spiels belohnt – ohne Übertreibung ein Kandidat für das Tor der Saison: Frederic Budniok passte seitlich auf Leif Lorenzen, der einen langen Ball auf Zakariat Yahya spielte. „Zaki“ ließ zunächst seinen Gegenspieler stehen und lupfte den Ball ganz locker über den Torwart – 1:0 für den FCE!

Nicht in den Griff zu bekommen: Zakariat Yahya traf zweimal selbst und war zweimal nur per Foul im 16er zu stoppen. (Archivfoto)

Nicht in den Griff zu bekommen: Zakariat Yahya traf zweimal selbst und war zweimal nur per Foul im 16er zu stoppen. (Archivfoto)

Die Freude sollte jedoch schnell verfliegen: Nach einem groben Foul musste Abwehrspieler Marc Witt ins Krankenhaus gefahren werden – Diagnose: Wadenbeinbruch.

Trotz des Schocks nutzen die Eimsbütteler die verbliebenen 13 Minuten bis zur Pause perfekt. Nach einem wiederholten Dribbling von Zakariat Yahya wurde er im Strafraum gefoult und Patrick Hain verwandelt den folgenden Elfmeter – 2:0 für den FCE!

Doch auch diesmal sollte die Euphorie nicht lange anhalten, nachdem Juan Christobal Reinecke Langerfeld wegen eins Cuts am Kopf ebenfalls ins Krankenhaus musste. Nun hieß es 50 Minuten mit zehn Mann die drei Punkte sichern, da mit Leo Baalmann der einzige Ersatzspieler schon auf dem Feld stand. Ein herausragender Zakariat Yahya sollte die Gegner abermals mit einem Dribbling so in Bedrängnis bringen, dass er wieder nur per Foul gestoppt werden konnten. Dieses Mal legte sich Leo Baalmann den Ball auf Punkt und verwandelte den Strafstoß zum 3:0 für die Gäste.

Endlich Halbzeit – gefühlt waren durch die langen Unterbrechungen schon zwei Halbzeiten gespielt.

In der Pause hieß es noch, bloß kein schnelles Gegentor zu kassieren. Doch genau das passierte. Nach einem Fernschuss prallte der Ball unglücklich von Stefan Hohmanns Fäusten direkt vor den Kopf des eingewechselten Stürmers der Osdorfer. Der Gegentreffer warf den dezimierten FCE allerdings nicht aus der Bahn. Im Gegenteil: Leo Baalmann zog einfach mal ab und traf in der 51. Minute zum 4:1 für die Eimsbütteler.

Osdorfer Born war deutlich angenervt und zeigte dies mit unnötigen Fouls, was zur Folge hatte, dass kurz nach dem Gegentor ein Spieler mit Gelb-Rot den Platz verlassen musste. Ein paar Weitschüsse, die Stefan Hohmann allesamt parierte – mehr war von der Offensive der Gastgeber nicht zu sehen. Beim Zehn-gegen-Zehn nutzte der FC Eimsbüttel direkt seine nächste Chance mit einem kleinen Déjà-vu. Ein lang ausgeführter Freistoß von Leif Lorenzen landete wieder direkt bei Zakariat Yahya, der den Ball zum 5:1 für den FCE einnetzte.

Anschließend flog ein weiterer Spieler von Osdorfer Born per Ampelkarte vom Platz, aber durch einen abgefälschten Pass kamen die Osdorfer noch zu ihrem zweiten Treffer. Das war’s. In einem ereignisreichen Spiel ging der FCE mit 5:2 als Sieger vom Platz.

Der FC Eimsbüttel hat gleich im ersten Saisonspiel eine starke Effektivität vor dem gegnerischen Tor eine kompakte gemeinschaftliche Defensivleistung gezeigt.

Noch ein persönlicher Nachtrag vom Autor. Der FC Eimsbüttel wünscht unseren beiden Verletzten gute Besserung, bedanken uns bei Leo Baalmann für die heutige Unterstützung und bei unserem Außenverteidiger Jan Paul Fortmann, der trotz Krankheit die 90 Minuten durchgehalten hat.

Leif Lorenzen