Zweiter Spieltag für den 1. FC Eimsbüttel, zweites Sechs-Punkte-Wochenende. Während die Erste und Zweite weiter ungeschlagen sind, gab es für die Dritte im dritten Pflichtspiel zwar keine drei Punkte, dafür aber die ersten Tore – drei an der Zahl. Aber der Reihe nach:

Torpremiere für die Dritte

Für die neu gegründete dritte Mannschaft des 1. FC Eimsbüttel begann das Spiel gegen USC Paloma III wie die zwei vorherigen Pflichtspiele auch: mit genau elf Mann im Kader. Und das dieses Mal nur, weil sich dankenswerter Weise Jan-Philipp Perschel, Kapitän der Ersten, bereiterklärt hatte, am frühen Sonnabendvormittag das Frühstücksbrettchen gegen den Grandplatz zu tauschen.

Für die Erste und die Dritte im Einsatz: Jan-Philipp Perschel spulte am Wochenende 180 Minuten Fußball runter.

Für die Erste und die Dritte im Einsatz: Jan-Philipp Perschel spulte am Wochenende 180 Minuten Fußball runter.

Die Partie selbst war ebenfalls eine Schablone des bisher Erlebten: Der Gegner machte das Spiel, die Eimsbütteler standen allerdings sicher und kamen nadelstichartig auch mal vor das Tor der Gäste. Der erste Treffer fiel nach rund 20 Minuten aber für Paloma – 0:1. Doch dieses Mal war etwas anders im Spiel der Eimsbütteler. Es war mehr Zug nach vorne drin. Und so konnte die Dritte nach einer halben Stunde endlich ihr Premierentor bejubeln: Einen langen Abschlag von Torhüter Orhan Erdogan leitete Evans Zuzie per Kopf präzise auf Simon Grebbin weiter. Der setzte sich gegen die Paloma-Abwehrspieler durch und spitzelte den Ball am Gäste-Torhüter zum 1:1 ins Netz. Große Feier bei den Eimsbüttelern! Kurz später gab es aber einen Dämpfer: Nach einer Balleroberung von Paloma kam der Ball in den FCE-Strafraum und fand über den matschigen Boden und Spieler beider Seiten den Weg ins Tor – ein unglückliches 1:2 zur Pause. Doch Eimsbüttel steckte nicht auf. Michael Jäger zog aus 30 Metern einfach mal volley ab und drosch den Ball an die Latte. Evans Zuzie schaltete schneller als die Gegenspieler und drückte den Abpraller zum 2:2 über die Linie. Wiederum kurz später ging Paloma in Führung, die sie dann noch zum 2:4 ausbauten. Doch von Resignation beim FCE keine Spur. Spielertrainer Hayrettin Kücük tankte sich auf der linken Seite durch, passte vor das Tor, wo Simon Grebbin seinen zweiten Treffer des Tages markierte – 3:4. Paloma wähnte sich im falschen Film, verspielte die Mannschaft eine Woche zuvor beim 4:4 gleich viermal eine Führung. Doch dafür reichten bei den Eimsbüttelern dieses Mal Kraft und Konzentration nicht aus. Noch zweimal legten die flinken Stürmer der Gäste nach, so dass am Ende ein spektakuläres 3:6 stand.

Für die Dritte des FCE ein weiterer Schritt Richtung Normalität. Wenn in den nächsten Partien die angeschlagenen Akteure zurückkehren und auch mal Ein- und Auswechslungen möglich sind, dürfte der erste Punktgewinn nicht mehr fern sein.

Traumtore bei der Zweiten

Bei bestem Sommerwetter empfing die Zweite des FCE am Sonntagmittag den FC Alsterbrüder II. Die Partie begann mit einem Knaller: Leo Baalmann traf schon in der ersten Minute per Laserstrahl zur Führung der Gastgeber. Doch nicht einmal zehn Minuten später glich Moritz Kühn mit einem Schuss in den Winkel für die Alsterbrüder aus. Was dann in der 34. Minute passierte, davon werden sich wohl noch die Enkel erzählen. Etwa so: „Mein Opa war damals dabei, als…“ …Maximilian Voigt mit dem Rücken zum Tor den Ball erst zweimal jonglierte, zum Fallrückzieher ansetzte, erst den einen, dann den anderen Pfosten traf und der Ball schließlich ins Netz sprang – ein weiteres Traumtor zum 2:1 für den FCE. Es folgten viele Auswechslungen, zwei Trinkpausen – die Sonne brannte und forderte ihren Tribut – und der nächste Treffer von Maxi Voigt in der 72. Minute – 3:1. Dass es dabei blieb, lag auch an Torhüter Marco Neumann, der in der 89. Minute mit einer Glanztat das Ergebnis festhielt.

Torschütze für die Erste und die Zweite: Auch Maximilian Voigt war am Wochenende zweimal im Einsatz.

Torschütze für die Erste und die Zweite: Auch Maximilian Voigt war am Wochenende zweimal im Einsatz.

Das Siegerbier nach dem Spiel hatten sich die Jungs redlich verdient. Einige mussten aber noch darauf warten: Maxi Voigt, Leo Baalmann und Yannick Malke mussten im Anschluss bei der Ersten aushelfen.

Erste ballert sich warm fürs Topspiel

Für die erste Mannschaft des FCE hieß es gegen den Hamburger Gehörlosen Sportverein die starke Leistung vom Auftaktsieg gegen Osdorfer Born (5:2) zu bestätigen. Dafür hatten sich die Spieler extra fein herausgeputzt: In den neuen schwarz-roten Trikots von Sponsor Winklers Catering wollten sie ihren Gegner abservieren. Und es ließ sich gut an.

On Fire: Nach seinem Doppelpack gegen Osdorfer Born traf Zakariat Yahya an diesem Wochenende einmal gegen den HGSV.

On Fire: Nach seinem Doppelpack gegen Osdorfer Born traf Zakariat Yahya an diesem Wochenende einmal gegen den HGSV.

Neuzugang Felix Meyer traf in seinem ersten Einsatz gleich in der vierten Minute zur Führung. Frederic Budnioc hatte den Ball flach in den Strafraum gebracht – es sollte nicht das letzte Mal in diesem Spiel sein. Zunächst verloren die Eimsbütteler jedoch etwas den Faden. Die Zweikämpfe wurden nicht richtig angenommen, die Pässe kamen ungenau. Fast folgerichtig kassierten sie in der 25. Minute den Ausgleich. Es brauchte in der 40. Minute erneut einen Pass von Frederik Budnioc, den dieses Mal Zakariat Yahya zum 2:1 verwertete – gleichzeitig der Pausenstand. Nach dem Seitenwechsel tat sich der FCE wieder schwer. Nach gut einer Stunde schaffte es die Abwehr nicht, einen Ball zu klären und kassiert den Ausgleich. Ein Weckruf! Zwei Minuten später konnte Maxi Voigt nur per Foul im Strafraum gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte Noah Freyer zum 3:2. Kurz später traf Maxi Voigt nach einer genauen Flanke von Kevin Kröger per Kopf zum 4:2. Im Fünf-Minuten-Takt ging es weiter: Pass von Noah Freyer auf Patrick Hain – 5:2. Das 6:2 von Yannick Malke legte dann wieder Frederik Budniok auf. Noah Freyer besorgte nach schöner Vorlage von Felix Meyer das 7:2, bevor Assist-König Frederik Budniok das 8:2 selbst markierte. Am Ende ein lockerer und verdienter Sieg für den FCE, der viel Rückenwind für das Gastspiel beim HFC Falke am kommenden Sonnabend geben sollte.

Thomas Jordan