So langsam ergibt sich ein Strickmuster für die Spieltage des 1. FC Eimsbüttel. Wie in der Vorwoche fuhren die drei Mannschaften am vergangenen Sonntag sechs Punkte ein. Während Erste und Zweite in der Tabelle stetig aufrücken (Erste) beziehungsweise ihre gute Position verteidigen (Zweite), bleibt die Dritte das Sorgenkind.

FCE III – Eimsbütteler TV III 2:10

Gute Vorzeichen für die dritte Mannschaft des FCE: Nach langer Zeit standen mal wieder mehr als elf Spieler im Kader. Allerdings fand sich unter den 13 Männern kein ausgebildeter Torwart, sodass es auf dieser wichtigen Position erneut das Rotationsprinzip zur Anwendung kam. Abwehrmann Sefa Konak wurde dieses Mal mit der vermeintlich undankbaren Aufgabe betraut. Dass es am Ende richtig undankbar wurde, ahnte zu Beginn der Partie niemand. Nach einer ausgeglichenen Viertelstunde schlugen die Gäste eiskalt per Doppelschlag zu – 0:2. Noch vor der Pause legte der ETV das 0:3 nach. Kurz nach Wiederanpfiff klingelte es erneut im FCE-Kasten: 0:4. Nach einer Stunde bewies der FCE dann, dass er auch Zug zum Tor entwickeln kann. Marc Ruppach schickte Alexander Ideler auf die Reise. Der aus der Zweiten ausgeliehene Stürmer tanzte im 16er zwei Gegner aus und vollendete aus spitzem Winkel zum 1:4. Doch der Treffer gereichte nicht zum Startschuss für eine Aufholjagd. Im Gegenteil: Zehn Minuten später hatte der ETV seine Führung auf 1:7 ausgebaut. FCE-Spielertrainer Hayrettin Kücük verkürzte per sehenswertem Treffer zwar auf 2:7, doch die Gäste ließen sich nicht von ihrem Weg abbringen und netzten noch drei weitere Male ein.

Das 2:10 am Ende zeigte, dass die Aufgabe im Tor der Dritten des FCE eben doch eine sehr undankbare ist. An dieser Stelle sei jeder, der sich berufen fühlt, das Tor der Dritten zu hüten gern gesehen und dankbar aufgenommen wird. Wichtigstes Anforderungsprofil: Leidensfähigkeit, Selbstironie und gute Nerven.

FCE II – Inter Eidelstedt II 4:2

Blick nach vorn: Pascal Sieck und die Zweite des FCE sind aktuell Tabellenführer.

Blick nach vorn: Pascal Sieck und die Zweite des FCE sind aktuell Tabellenführer.

Für die Eimsbütteler Zweite begann das Spiel gegen Inter Eidelstedt II überhaupt nicht nach Maß. Es waren nicht einmal zehn Minuten gespielt, da lagen die Gastgeber bereits in Rückstand. Es dauerte bis kurz vor der Pause, ehe Leo Baalmann zum 1:1 ausgleichen konnte. In der letzten Minute der ersten Hälfte bekam der FCE dann noch einen Strafstoß zugesprochen, den Jonathan Dinse sicher zur 2:1-Führung verwandelte – Moral gezeigt, Partie gedreht. Die Zweite Hälfte entwickelte sich zum Spiegelbild der ersten 45 Minuten. Zunächst der Treffer für die Gäste zum 2:2 in der 74. Minute. Als das Spiel schon fast herum war, traf erneut Jonathan Dinse zum 3:2. In der Nachspielzeit schraubte Yannick Malke das Ergebnis dann noch auf 4:2.

Für den Moment bedeutet das für die Zweite der Eimsbütteler die Tabellenführung, weil der bisherige Spitzenreiter Lurup erst in zwei Wochen spielt.

FC Eimsbüttel I – SC Nienstedten II 6:2

Dankbarer Abnehmer: Noah Freyer (l.) klatscht mit Kapitän Jan-Philipp Perschel ab.

Dankbarer Abnehmer: Noah Freyer (l.) klatscht mit Kapitän Jan-Philipp Perschel ab.

Die Erste Mannschaft des FCE hat langsam aber sicher die Spielphilosophie des neuen Trainers Turgut Ceylan verinnerlicht. Und sie hat einen Toptorjäger in Bestform: Noah Freyer war wie in der vergangenen Woche überragender Mann auf dem Platz gegen den einstiegen Angstgegner Nienstedten. Zunächst setzte Kapitän Jan-Philipp Perschel den Goalgetter gut in Szene (1:0), anschließend flankte Kevin Dittmann präzise und schon nach 20 Minuten standen wieder zwei Tore für Noah Freyer auf dem Konto. Der Gegentreffer zum 2:1 in der 26. Minute vermasselte den sprichwörtlich „lupenreinen“ Hattrick für Noah Freyer, denn in der 34. Minute legte er nach einem schönen Pass von Patrick Hain seinen dritten Treffer nach. Per Sonntagsschuss in den Winkel verkürzte Nienstedten zwischenzeitlich auf 3:2. Doch danach spielte nur noch der FCE. Kevin Dittmann tanzte in der 55. Minute durch die gegnerische Abwehrreihe und hatte dann noch die Kraft und Übersicht, um zum 4:2 zu vollenden. Das 5:2 steuerte erneut Noah Freyer bei. Dieses Mal besonders sehenswert: Er stand mit dem Rücken zum Tor als er den Ball bekam. Annahme, Drehung und Abschluss waren eine Bewegung – und so zappelte die Kugel im linken unteren Eck des SCN-Tores. Kurz vor dem Abpfiff durfte sich dann der immer fleißige Miguel Angel Ordonez Cano in die Torschützenliste eintragen.

Mit diesem 6:2 kletterte die Erste des FCE auf Platz den sechsten Tabellenplatz.

Thomas Jordan