Eine alles andere als einfache und ruhige Spielzeit liegt hinter den drei Mannschaften des 1. FC Eimsbüttel. Ruhig soll es um den 2011 gegründeten Verein auch in der nun fünften Saison der Club-Geschichte nicht werden – mit Erfolgserlebnissen wollen die Teams wieder auf sich aufmerksam machen. Die Vorbereitung und die erste Pokalrunde machen Hoffnung, dass es beim FCE künftig bergauf geht. Für alle drei Mannschaften wird es die Saison der Wahrheit.

Erste plant den nächsten Schritt

Zakariat Yahya war in der Rückrunde der Treffsicherste in der Ersten.

Zakariat Yahya war in der Rückrunde der Treffsicherste in der Ersten.

Der plötzliche und für viele unerwartete Trainerwechsel zu Beginn der vergangenen Saison, war das große Thema bei der ersten Mannschaft der Eimsbütteler. Es dauerte, bis Neu-Coach Turgut Ceylan dem Team seine Philosophie vermitteln konnte. Nach einem Auf und Ab in der Hinrunde, gab es zum Ende der Spielzeit mehr und mehr Erfolgserlebnisse. 18 Siege standen zum Schluss zu Buche. Vom Aufstieg waren die Eimsbütteler als Vierter aber ein gutes Stück entfernt – obwohl in den Parallel-Staffeln diese Zahl an Siegen für den Sprung in die Kreisliga reichte. Zu stark war die Konkurrenz, allen voran der ungeschlagene HFC Falke. „Wir haben von den sechs Topspielen nur eins gewonnen. Da hat uns manchmal einfach die Reife gefehlt“, blickt der Trainer zurück. In der kommenden Saison soll aber der nächste Schritt für die Erste folgen. Eine bessere Platzierung als im Vorjahr würde bedeuten, dass der FCE ganz vorn mit dabei wäre. Turgut Ceylan: „Wir wollen aufsteigen. Das wird sicher nicht einfach, aber ich denke, dass dieses Ziel realistisch ist.“ Das Team ist eingespielt, wurde sinnvoll ergänzt. Torjäger Noah Freyer kehrt nach langer Verletzung zurück. Aber zu Saisonbeginn muss der Coach auf einige Stammspieler verzichten. Das soll mit Bordmitteln kompensiert werden. Nach der Spielklassenreform tritt die Erste des FCE nun in der Kreisklasse A7 an. Dort warten viele neue Gegner. „Wir kennen quasi nur Blankenese und Grün-Weiß III“, sagt Turgut Ceylan. Als stärkste Konkurrenz um die Fleischtöpfe sieht der Trainer Absteiger Blau-Weiß Ellas, Alsterbrüder II und Blankenese. Mit St. Pauli VI und Teutonia 10 IV hat er auch noch zwei Geheimfavoriten auf dem Zettel. „Die Teams haben einen ungeheuren Zulauf und dadurch große und starke Kader“, weiß der Übungsleiter. Saisonstart für die Erste ist am Sonntag, 31. August, um 14 Uhr auf dem Wolfgang-Meyer-Sportplatz an der Hagenbeckstraße gegen Blankenese III. Also gleich ein Topspiel.

Zweite auf der Suche nach Struktur und Konstanz

Maximilian Voigt geht wieder für die Zweite auf Torejagd.

Maximilian Voigt geht wieder für die Zweite auf Torejagd.

Die Zweite des FCE lag zur Halbzeit der Vorsaison ganz weit vorne, konnte sich berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Ein personeller Aderlass – allen voran der Weggang von Torjäger Maximilien Voigt – machte aber sämtliche Träumereien zunichte. Am Ende sprang nach 16 Siegen der sechste Tabellenplatz heraus. Das Klima an der Spitze hat der Zweiten gut gefallen. Und so wollen sie auch in diesem Jahr wieder oben angreifen. Die Trainingsbeteiligung stimmt – und das erste Ergebnis auch: Als einziges der FCE-Teams erreichte die zweite Mannschaft die nächste Pokalrunde. Mit Juan Galinanes hat ein alter Bekannter die Übungsleiterschaft übernommen. Der sieht es als seine erste Aufgabe, die Mannschaft zu formen. „Die Jungs haben ja lange ohne echten Trainer gespielt, aber trotzdem gute Ergebnisse erzielt“, lobt er das Team. Dennoch soll vor allem Struktur in die Mannschaft kommen, damit auch wieder Konstanz in den Ergebnissen folgt. Ein spezielles Ziel gibt der neue Trainer nicht aus. „Ziele hat man nicht, die erarbeitet man sich“, lacht Juan Galinanes. Begeistert ist er von der konditionellen Verfassung der Mannschaft. Im Pokal gegen den Kreisligisten Eintracht Lokstedt fielen die Siegtreffer erst in der Verlängerung. Besonders groß ist die Freude, dass Maximilian Voigt den Weg zurück an die Hagenbeckstraße gefunden hat. Auch für die Zweite ist die neue Saison in der Kreisklasse A8 eine Überraschungstüte. Bis auf die Dritte des SC Victoria sind die Gegner für den FCE II komplett unbeschriebene Blätter. Erste Hürde ist am Sonntag, 31. August, um 12 Uhr an der Hagenbeckstraße die vierte Mannschaft vom ETV. Und am Mittwoch, 3. August, steht um 18.30 Uhr bei Farmsen II die zweite Runde im Holsten-Pokal auf dem Zettel. Englische Wochen für die Zweite.

Dritte will keine Schießbude mehr sein

Spielertrainer Hayrettin Kücük hofft auf mehr Erfolgserlebnisse mit der Dritten.

Spielertrainer Hayrettin Kücük hofft auf mehr Erfolgserlebnisse mit der Dritten.

Die neu ins Leben gerufene Dritte war in der Saison 2015/16 das Sorgenkind der Eimsbütteler – mit jeder Menge Kinderkrankheiten. Die komplette Vorrunde spielte das Team ohne etatmäßigen Torwart und nur selten mit mehr als elf Mann auf dem Spielberichtsbogen. Mit Stefan Hohmann aus der Ersten wurde schließlich eine Konstante zwischen den Pfosten gefunden. Zwischenzeitlich stand dennoch die Existenz der Dritten auf dem Spiel, weil die Flut an Gegentoren irgendwann doch den Spaß am Spiel nahm. Doch die Mannschaft riss sich zusammen und holte letztlich fünf Punkte. Der letzte Tabellenplatz bedeutet aber, dass das Team künftig in der Kreisklasse B7 antreten muss – hier allerdings mit breiter Brust. Die Trainingsbeteiligung, einige Neuzugänge und die Ergebnisse der Testspiele und der Pokalpartie (0:4 gegen Hansa 11 III) lassen hoffen. Trainer bleiben Hayrettin Kücük und Özkan Erdogan, die gleichzeitig auch auf dem Spielfeld stehen. Vorderstes Ziel der beiden Coaches: Der FCE III soll nicht mehr die Schießbude der Liga sein. Falls doch… aber daran wollen wir gar nicht denken. Es wird eben auch für die Dritte die Saison der Wahrheit. Und diese beginnt bereits am Sonnabend, 30. August, um 18 Uhr bei der vierten Mannschaft von Grün-Weiß Eimsbüttel an der Julius-Vosseler-Straße 195.

Thomas Jordan